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Promession

Die Promession ist eine der modernsten Bestattungsarten. Bei der Promession handelt es sich um ein neues Verfahren der Bestattung, bei der ökologische Gesichtspunkte im Vordergrund stehen. Basierend auf der Tatsache, dass sowohl bei der herkömmlichen Erdbestattung als auch bei der Feuerbestattung Schadstoffe in die Natur gelangen, wird bei der Promession versucht, dies weitgehend zu vermeiden. Insbesondere Schwermetalle wie Quecksiber aus Amalgam-Zahnfüllungen werden bei der Einäscherung frei oder verbleiben im Falle der Erdbestattung im Boden. Die Promession ist eine umweltschonende Alternative zu anderen Bestattungsarten.

Vorgang der Promession

Die Promession ist ein neuartiges Verfahren, das von der schwedischen Biologin Susanne Wiigh-Mäsak erfunden und in 36 Ländern patentiert wurde. Zunächst ähnelt der Ablauf der Promession dem, der auch bei der Kryonik verwendet wird. Dabei wird der Leichnam samt Sarg zunächst auf -18 Grad und im darauf folgenden Schritt in einem Bad aus flüssigem Stickstoff weiter auf -196 Grad Celsius abgekühlt. Bei derart niedrigen Temperaturen werden die Körperbestandteile glashart. Dieser Zustand wird ausgenutzt, indem der Körper einem Rüttelprozess unterzogen wird, der dazu führt, dass die Bestandteile in ein Granulat zerfallen. Der darauffolgende Vakuumierungsprozess entzieht dem Granulat die Flüssigkeit. Übrig bleibt ein trockenes Granulat mit einem Restgewicht von ca. 30% des Ursprungsgewichts, das nach Abscheidung von Metallbestandteilen in einem kleinen, biologisch abbaubaren Sarg in geringer Tiefe bestattet werden kann. Nach 6 - 12 Monaten in der Erde ist das Granulat biologisch abgebaut.

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Redlichkeit des Verfahrens

Entsprechende Versuche, ob das Verfahren tatsächlich funktioniert, wurden bereits 2001 durchgeführt und ergaben positive Ergebnisse. Eine Promessionsanlage war in Jönköping in Schweden bereits im Jahr 2003 geplant. Allerdings gibt es nach den aktuellen Erkenntnissen noch keine funktionstüchtige Anlage, die den regulären Betrieb aufnehmen könnte. Es bleibt also abzuwarten, ob dieses Verfahren realisiert wird und sich darüber hinaus gegenüber den herkömmlichen Bestattungsformen durchsetzt.

Nachteile der Promession

Als nachteilig dürfte sich der hohe Energiebedarf von etwa 6.000 - 10.000 KWh je Leichnam auswirken. Dies entspricht einem Verbrauch von rund 3 Tonnen Steinkohle in einem Kraftwerk, geht man von üblichen Wirkungsgraden aus. Vergleicht man die anfallenden Energiekosten und die Umweltschädigung durch den Abbau fossiler Energieträger zur Durchführung des Promessionsprozesses, leidet die ökologische Gesamtbilanz.

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