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Kryonik

Bei der Kryonik handelt es sich nicht um eine Bestattungsart im eigentlichen Sinne. Im Gegenteil streben Kryoniker danach, den Tod und den Verfall des Körpers oder Körperteilen zu verhindern. Kryoniker glauben zum einen daran, dass die Medizin zukünftig die Krankheit, die zum Tode des Menschen geführt hat, heilen und darüber hinaus Körper, Geist und Intellekt des Verstorben wiederbeleben kann. Daher werden einzelne Zellen oder auch komplette Körper von Verstorbenen in medizinischen Laboren eingefroren. Somit wird der Körper durch Kälte konserviert. In Zukunft sollen diese ohne Konsequenzen für den Organismus wieder aufgetaut werden können.

Funktionsweise der Kryonik

Durch stufenweises Einfrieren bis auf sehr niedrige Temperaturen - unmittelbar nach dem Tode - werden die ansonsten sehr schnell einsetzenden Verfallsprozesse, die den Körper unweigerlich zerstören, gestoppt. Vor dem Einfrieren wird das Blut durch eine Kühlflüssigkeit ersetzt, um damit die Entstehung von Eiskristallen, die Zellwände zerstören würden, zu verhindern. Bis zum Wiederauftauen in der Zukunft verbleibt der Körper bei -196° C in einem Bad aus flüssigem Stickstoff.

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Angebot der Kryonik

Menschen, die ihrem Tode auf diese Weise durch einen "Dornröschenschlaf" entgehen wollen, müssen sich bereits zu Lebzeiten vorbereiten. In den USA gibt es seit geraumer Zeit Anbieter, die diese Art der Konservierung von Körpern oder Körperteilen anbieten. Aber auch in Europa sind mittlerweile entsprechende Anbieter zu finden. Allerdings ist die Kryonik in Deutschland noch keine zugelassene Bestattungsart. Einzig in der Schweiz ist diese Art der Bestattung bislang zugelassen.

Probleme der Kryonik

Die Kryonik ist momentan noch in der Entwicklungsphase. Besonders der Prozess der Reanimation muss noch optimiert werden. Durch die niedrigen Temperaturen werden einige wichtige Zellen, etwa Nervenzellen im Gehirn, zerstört. Diese können heutzutage noch nicht auf einfache Weise repariert werden. Zudem ist die Kryonik ein sehr teures Verfahren. Besonders die Lagerung der Proben bzw. der Körper der Verstorbenen ist platz- und kostenintensiv.

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