Wir nutzen Cookies auf unserer Internetseite, um Ihnen einen bestmöglichen Service zu ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Erbschaftssteuer

Das Erbrecht umfasst mehrere Teilbereiche. Die Erbschaftssteuer regelt die Abgaben auf den Nachlass. Das Erbschaftssteuergesetz in Deutschland unterlag in den letzten zwei Jahren mehrerer Reformen. Einen groben Überblick über die aktuellen Freibeträge gibt der folgende Text. Die Geschichte der Erbschaftssteuer reicht bis in die Zeit vor Christi Geburt zurück. Besonders im römischen Kaiserreich wurde auf bewegliches Kapital eine Erbschaftssteuer von ca. 4 Prozent erhoben. Im Mittelalter wurde die Erbschaftssteuer dagegen kaum praktiziert. Erst das preußische Erbschaftssteuergesetz 1873 legte den Grundstein für die heute angewendete Gesetzgebung.

Grund der Erbschaftssteuer

Die Erbschaftssteuer ist auf dem Vermögenszuwachs von Todes wegen begründet. Das bedeutet, dass sich das eigene Vermögen durch eine Erbschaft erhöht. Wie bei der Lohnsteuer oder der Abgabepflicht für Immobilieneinnahmen wird auch bei einer Erbschaft eine Ausgleichszahlung an den Staat verlangt.

Höhe der Erbschaftssteuer

Bei der Berechnung der Steuerhöhe spielt der Familiengrad eine entscheidende Rolle. Er regelt die Freibeträge. Das sind die Beträge an zusätzlichen Vermögen, die unversteuert bleiben. Eine Gegenüberstellung der Freibeträge in Bezug auf den Familiengrad kann der folgenden Übersicht entnommen werden (Stand 1.Januar 2010);

  • Ehegatten: Steuer-Freibetrag bis 500.000 Euro
  • Eingetragene Lebenspartner: Steuer-Freibetrag bis 500.000 Euro
  • Kinder des Erblassers: Steuer-Freibetrag bis 400.000 Euro
  • Enkelkinder: Steuer-Freibetrag bis 200.000 Euro
  • Geschwister, Nichten, Neffen sowie alle weiteren Personen: Steuer-Freibetrag bis 20.000 Euro

Befreiung von der Erbschaftsteuer

Zusätzlich bleiben eigen genutzte Immobilien für den Ehepartner bzw. den eingetragenen Lebenspartner und die Kinder des Verstorbenen von der Erbschaftssteuer befreit. Da viele Faktoren für die Berechnung der Abgabenhöhe betrachtet werden müssen, empfiehlt es sich, im Vorfeld genauere Informationen bei einem Notar oder Anwalt für Erbrecht einzuholen, da das Erbrecht und die Erbschaftssteuer individuell geprüft werden sollten. Aufgrund des Umfangs des Erbschaftssteuergesetzes wird hier kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Bitte beachten Sie, dass Ihnen die vorstehenden Ausführungen lediglich einen ersten Überblick zum Thema Erbschaftssteuer bieten sollen und keine steuerrechtliche Beratung ersetzen.

Weitere hilfreiche Informationen:


Bewertung dieser Seite: 4.0 von 5 Punkten. (9 Bewertungen)
Finden Sie diese Seite hilfreich? Geben auch Sie mit einem Klick auf die Sterne Ihre Bewertung ab.
(1 Stern: Wenig hilfreich, 5 Sterne: Sehr hilfreich)