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Suizid

Suizid und Selbstmord

Das Wort Suizid stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „Tötung seiner selbst“. Synonym können auch die Begriffe Selbstmord, Selbsttötung oder Freitod verwendet werden. Mit diesen Begriffen wird die Handlung eines Menschen beschrieben, bewusst Maßnahmen zu ergreifen, die den eigenen Tod herbeiführen. Statistiken gehen davon aus, dass alle fünf Minuten in Deutschland ein Selbstmordversuch unternommen wird. Etwa jede Stunde stirbt ein Mensch aufgrund von Freitod. Auch das willentliche Unterlassen von lebenserhaltenden Maßnahmen wird als Suizid bewertet.


Ursachen für und Formen von Suizid

Es gibt viele Situationen, in denen Menschen verzweifelt sind oder sich einsam fühlen. Für einige Menschen sind diese Situationen unerträglich, so dass sie beschließen, ihrem Leben ein Ende setzen zu wollen. Meist werden Suizidversuche von den Betroffenen angekündigt. Als häufigste Ursachen können Verluste im Freundes- oder Familienkreis (etwa durch Todesfälle), Krankheiten, Erfolgslosigkeit, Mobbing oder private Probleme aufgeführt werden. Zudem gibt es noch einige Sonderformen von Suiziden. Dazu zählen etwa der Doppelsuizid, der meist durch Paare begangen wird, der Massensuizid, der in der Regel auf religiöse Rituale zurückzuführen ist, oder Suizid als Mittel der Kriegsführung, wie etwa bei Kamikaze-Piloten oder bei Selbstmordattentätern.

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Todesarten bei Suizid

Die Formen von Suiziden sind sehr unterschiedlich. Generell können die Todesursachen allerdings in zwei Oberkategorien eingeteilt werden. Dabei wird zwischen harten und weichen Methoden der Selbsttötung unterschieden. Zu den harten Methoden zählen Todesursachen, die eine grobe, meist äußere Schädigung des Körpers aufweisen. Dazu zählen etwa Erhängen, Stürze von Häusern oder Brücken oder das Überfahrenlassen von Zügen oder Automobilen. In Deutschland ist die häufigste Todesursache bei Suizid das Erhängen mit knapp 50 Prozent der registrierten Todesfälle. Etwa zehn Prozent von Selbsttötungsopfern sterben bei einem Sturz aus großer Höhe. Nahezu jeder zweite Mann, der durch Suizid stirb, wählt eine harte Methode für den Austritt aus dem Leben. Knapp 70 Prozent der Frauen begehen dagegen Selbstmord mit weichen Methoden, wie Vergiftungen, Überdosierungen von Medikamenten oder dem Einatmen von Autogasen.

Hilfe vor dem Suizid

In der Regel werden Suizidversuche von den Betroffenen direkt oder indirekt angekündigt. Knapp 80 Prozent aller Suizide werden im Vorfeld anderen Personen mitgeteilt. Daher sollten Menschen mögliche Kommentare über Gedanken zur Selbsttötung ernst nehmen und Personen, wenn möglich, direkt darauf ansprechen. In vielen Fällen werden Suizide unternommen, da die Betroffenen keinen Ansprechpartner gefunden haben, um sich über Probleme auszutauschen. Daher wurden viele Einrichtungen gegründet, an die sich Betroffene wenden können, um ihre Gedanken und Fragen mitzuteilen. Neben den Einsatz von Vertrauenspersonen in Schulen und Arbeitstellen gibt es beispielsweise auch Hilfe von der der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention, professioneller Trauerbegleitung und von über 100 Telefonseelsorgestellen.

Weitere hilfreiche Informationen:

Bildquelle: © Gerd Altmann / pixelio.de


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