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Ablauf einer Beerdigung

Ablauf einer Beerdigung

Noch immer ist die Erdbestattung, auch oft Beerdigung genannt, die meist gewählte Bestattungsart in Deutschland. Bei einer Beerdigung wird der Leichnam eines Verstorbenen in einem Sarg beigesetzt. Eine Ausnahme ist die muslimische Bestattung, bei der statt des Sarges ein Leichentuch verwendet werden darf. Im Allgemeinen erfolgt die Beisetzung bei einer Erdbestattung unterirdisch in einem Erdgrab. Dabei ist häufig die Auswahl zwischen einem Wahl- oder einem Reihengrab möglich. Eine Erdbestattung folgt in der Regel einem gewissen Ablauf, bei dem einzelne Punkte frei gestaltet werden können.


Planung zum Ablauf einer Beerdigung

Der Ablauf einer Beerdigung kann bereits zu Lebzeiten besprochen werden. Diejenigen, die persönliche Gespräche mit Freunden oder der Familie zum Thema Tod scheuen, können auch schriftliche Vorkehrungen treffen. Zur Vorsorge können Bestattungsverfügungen, Patientenverfügungen oder Testamente verfasst werden. Ein Testament ist allerdings nicht für das Festhalten der Wünsche für die eigene Bestattung geeignet, da es in der Regel erst nach der Beerdigung eröffnet wird. In einer Bestattungsverfügung kann der Wunsch nach einer Erdbestattung explizit angegeben werden. Dabei können auch Vorstellungen, die den Ablauf der Beerdigung betreffen, festgehalten werden. So können beispielsweise einzelne Punkte der Trauerfeier wie etwa die Auswahl der Trauermusiker oder die Blumen für eine Beerdigung, die Gestaltung des Grabsteins und auch das gewünschte Bestattungsunternehmen angegeben werden. Eine Bestattungsverfügung kann durch die Hinterbliebenen im Todesfall bei der Planung des Ablaufes einer Beerdigung entlasten.

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Ablauf einer Beerdigung

Sind die Wünsche und Vorstellungen bezüglich der Beerdigung geklärt, sollten diese dem ausgewählten Bestatter mitgeteilt werden. Der Bestatter informiert die Angehörigen unter anderem über die Möglichkeiten, die zusätzlich zur Gestaltung bestehen, aber auch über die geltenden Gesetze, auf die in einigen Fällen den Wünschen der Verstorbenen entgegenstehen können. Der Bestatter übernimmt auch die hygienische Versorgung des Verstorbenen, bereitet diesen also für die Beerdigung vor. Dabei wird der Verstorbene auch in den gewählten Sarg gelegt.
Die Beerdigung muss in Deutschland auf einem Friedhof durchgeführt werden. Das ist in allen Bestattungsgesetzen der Bundesländer festgeschrieben. Ebenso ist die Frist, in der ein Verstorbener bei einer Erdbestattung beigesetzt werden muss, in den Bestattungsgesetzen festgehalten. In den meisten Bundesländern dürfen nur maximal vier Tage verstreichen. Für den reibungslosen Ablauf einer Beerdigung muss der Bestatter deshalb auch die Termine mit Friedhöfen und Floristen koordinieren. Sollte eine Trauerfeier in einer Friedhofskapelle gewünscht sein, muss diese angemietet werden. Das Schmücken der Trauerhalle kann vom Bestatter übernommen, aber auch von den Angehörigen selbst durchgeführt werden. Der Sarg wird bei einer Trauerfeier in der Regel aufgebahrt, um den Angehörigen eine persönliche Verabschiedung zu ermöglichen. Vor der Sargbeisetzung kann auf Wunsch ein Trauerredner eine Rede über den Verstorbenen halten und den Hinterbliebenen Trost aussprechen. Im Anschluss wird der Sarg zur Grabstelle getragen und ins Grab gelassen. Am Ende der Beisetzung wird der Sarg mit Erde bedeckt.

Kondolenz bei einer Beerdigung

Nachdem der Sarg ins Grab gelassen wurde, können die Anwesenden noch einzelne Blumen, einen Strauß oder kleine Erinnerungsstücke in das offene Grab werfen, um Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Im Anschluss daran sprechen die Trauergäste den Hinterbliebenen ihr Beileid aus. Oftmals fällt es Menschen schwer in dieser Situation ihre Trauer in Worte zu fassen. Die Anteilnahme wird daher häufig auch durch persönliche Gesten, wie einen Händedruck oder eine stille Umarmung zum Ausdruck gebracht. Weiterhin werden den Angehörigen am Tag der Beerdigung Kondolenzschreiben und Trauerkarten überreicht. Bei der Formulierung der Schreiben, sollte vor allem auf persönliche Worte geachtet werden. Es können auch Zitate oder Trauersprüche verwendet werden.
Wenn man den Verstorbenen kaum gekannt hat, kann ein solches Zitat ausreichend sein. Eine übertriebene Anteilnahme würde in diesem Fall auf die Familie des Verstorbenen nicht ehrlich wirken. Das Kondolenzschreiben eines sehr guten Freundes sollte dagegen niemals nur aus einem Zitat bestehen. Falls eine persönliche Übergabe des Kondolenzschreibens, beispielsweise aus terminlichen Gründen nicht möglich ist, kann dieses auch per Post verschickt werden.

Nach der Beerdigung

Für einige Menschen ist ein anschließender Leichenschmaus nach Ablauf der Beerdigung eine wichtige Hilfe für die Verarbeitung der Trauer. Der Leichenschmaus wird in vielen Fällen in einem Restaurant durchgeführt, kann aber auf Wunsch auch in den eigenen Räumen der Angehörigen stattfinden.
Ein weiterer wichtiger Punkt im Ablauf einer Beerdigung ist die Auswahl und das Platzieren des Grabmals. In der Regel vergehen zwischen der Wahl und dem Aufstellen des Grabsteins mehrere Monate. Dies geschieht aus folgenden Gründen: Zum einen benötigt der Steinmetz für die gewünschte Gestaltung des Grabsteines eine gewisse Zeit, da der Stein gekauft, gefertigt und beschlagen werden muss. Zum anderen muss die Erde des Grabes sich erst vollständig gesetzt haben. Bei diesem Prozess kann das Erdreich absinken oder uneben werden. Sollte der Grabstein schon vor dem Ende dieses Prozesses gesetzt werden, kann er Schaden nehmen beziehungsweise andere Grabstätten im näheren Umkreis schädigen.

Weitere hilfreiche Informationen:

Bildquelle: © Bestattungen.de


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