Tiefsinnige Trauersprüche - Teil 8

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Wie ein Baum, den man fällt, eine Ähre im Feld, möcht ich im Stehen sterben.
(R. Mey)


viel erwartet - viel erreicht - und doch verloren


Wir sind dankbar, dass wir einen so langen Weg gemeinsam gehen durften, und doch ist es schwer, von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen.


Was heißt Sterben?
Ich stehe an einem Ufer. Eine Brigg segelt in der Morgenbrise und steuert aufs offene Meer. Sie ist ein herrlicher Anblick und ich stehe da und sehe ihr nach, bis sie zuletzt am Horizont verschwindet und jemand neben mir sagt: "Jetzt ist sie nicht mehr da."
Nicht da! Wo dann? Nicht "da" für meine Augen, das ist alles....
Die Ferne und das Nicht-da-Sein sind auf meiner, nicht auf ihrer Seite und gerade in dem Moment, da hier neben mir einer sagt:
Jetzt ist sie nicht mehr da, gibts andere, die sie kommen sehen und andere Stimmen rufen freudig aus: "da, da ist sie".
Und das heißt Sterben.


Als Du auf die Welt kamst, weintest Du
und um Dich herum freuten sich alle.
Lebe so, dass, wenn Du die Welt verlässt,
alle weinen und Du allein lächelst.


In einem neuen Licht wird deine Liebe wärmend uns umgeben und aus der Ferne in uns weiterleben.


Ich kam an deine Küste als ein Fremdling, ich wohnte in deinem Hause als Gast, ich verlasse deine Schwelle als ein Freund, meine Erde.
(Rabindranath Tagore)


Nun aber ist es Zeit, dass wir unserer Wege gehen: Ich, um zu sterben, Ihr, um zu leben. (Sokrates)


"Wir sind wie ein Tropfen im Ozean. Aber ohne diesen Tropfen wäre der Ozean ein bisschen kleiner."
(Mutter Teresa)


Glaube und Liebe und Hoffnung sollen nie aus meinem Herzen weichen. Dann gehe ich, wohin es soll und werde gewiss am Ende sagen: Ich habe gelebt!


Wie bettelarm ein Herz doch bliebe, das nur des andern Freude teilt. Das ist das schönste Recht der Liebe, dass sie des Unglücks Wunden heilt.


Wer der Sonne entgegen geht, lässt die Schatten hinter sich.


Auf den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit dahin.
(Jean de La Fontaine)


Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser, Schicksal des Menschen, wie gleichst du dem Wind! (Goethe)


"Die Welt ist herrlich. Die Welt ist schrecklich. Es lohnt sich zu leben."


Wir haben die Liebe gelebt.


Schließe mir die Augen beide mit den lieben Händen zu, geht doch alles, was ich leide unter Deiner Hand zur Ruh. Und wie leise sich der Schmerz, Well' um Welle schlafen legt füllest Du mein ganzes Herz.
(Theodor Storm)


Der Mensch geht, die Gedanken bleiben.


Leise kam das Leid zu dir, trat an deine Seite. Schaute still und ernst dich an, blickte dann ins Weite. Leise nahm es deine Hand, ist mit dir geschritten. Ließ dich niemals wieder los, du hast viel gelitten. Leise ging die Wanderung über Tal und Hügel. Und uns war's als wüchsen still, deiner Seele Flügel.


Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen. Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen.
(Marie von Ebner-Eschenbach)



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