Tiefsinnige Trauersprüche - Teil 5

« Zurück | Gehe zu Teil 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | Weiter »

Wenn ich sterben und euch für eine Weile
zurücklassen sollte - weinet nicht um meinetwillen.
Wendet euch wieder dem Leben zu.
Lasst euer Herz und eure Hand etwas tun,
das andere tröstet.
Bringt zu Ende, was ich unvollendet zurück ließ.
(Mary Hall)


Es git nichts, was die Abwesenheit
eines geliebten Menschen ersetzen kann.
Je schöner und voller die Erinnerung,
desto härter die Trennung,
aber die Dankbarkeit schenkt
in der Trauer eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer)


Hier geht die Sonne unter
und es wir dunkel,
doch dort geht sie auf
und vergoldet alles mit ihrem Schein.


Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die
Qual der Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer)


Von dem Menschen, den du geliebt hast,
wird immer etwas in deinem Herzen zurückbleiben:
etwas von seinen Träumen,
etwas von seinen Hoffnungen,
etwas von seinem Leben,
alles von seiner Liebe.


Wenn etwas uns fortgenommen wird,
womit wir tief und wunderbar zusammenhängen,
so ist viel von uns selber mit fortgenommen.
Gott aber will, dass wir uns wieder finden.
Reicher um alles verlorene, und vermehrt um jenen unendlichen Schmerz.
(R. M. Rilke)


Der Tod ordnet die Welt neu,
scheinbar hat sich nichts verändert,
und doch ist die Welt für uns
ganz anders geworden.


Nichts ist gewisser als der Tod,
nichts ist ungewisser als seine Stunde.


Du füllst des Lebens Mangel aus
mit dem, was ewig steht,
und führst uns in des Himmels Haus,
wenn uns die Erd' entgeht.


"Niemand kennt den Tod;
es weiß auch keiner,
ob er nicht das größte Geschenk
für den Menschen ist."
(Sokrates)


Eine Mutter noch zu haben,
ist die größte Seligkeit,
doch ein Mutterherz begraben,
ist das allerschwerste Leid.
Trägst du hart, was Gott gesendet,
wenn ein Mutterauge bricht,
denk', dass alles stirbt und endet,
nur die Mutterliebe nicht.


Wohin gehen wir?
Nach Hause!
(Novalis)


Dein Lächeln zum Abschied
nehme ich mit in den Tag.
Es wird mich wärmen,
bis wir uns wieder sehen.
(Manfred Mai)


Trauern heißt: Nicht lautes Klagen,
trauern heißt: liebevolles Erinnern.


So wie ein Blatt vom Baume weht,
so geht ein Mensch von dieser Welt.


Herr,
wie können wir weiterleben,
wenn wir das Liebste verloren haben?

Wie können wir weiterleben,
wenn uns die Ehefrau, der Ehemann,
die Mutter, der Vater,
die Tochter, der Sohn,
die Schwester, der Bruder,
die Freundlin, der Freund
derart fehlen?

Wie können wir weiterleben,
wenn uns so unendlich kalt ist?

Wie können wir weiterleben,
wenn nichts mehr so sein wird
wie es bisher war?

Wie können wir weiterleben,
wenn unsere Hände ins Leere greifen?

Wie können wir weiterleben,
wenn noch so viel Unausgesprochenes
im Raume steht?

Wie können wir weiterleben,
wenn uns Schuldgefühle quälen?

Wie können wir weiterleben,
wenn es auf unsere unzähligen Fragen
keine Antworten gibt?

Wie können wir weiterleben,
wenn unser Dasein so sinnlos scheint?

Herr,
wie können wir weiterleben,
wenn Du, Gott, schweigst?

Elisabeth Hahn


Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu verleugnen, macht keinen Sinn,
sie rüttelt mich immer wieder wach.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu übersehen, macht keinen Sinn,
sie umgibt mich immer wieder von allen Seiten.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu umgehen, macht keinen Sinn,
sie stellt sich mir immer wieder in den Weg.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu bedecken, macht keinen Sinn,
sie taucht immer wieder auf.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu füllen, macht keinen Sinn,
sie lässt mich immer wieder den Boden unter den Füssen verlieren.

Was bleibt, ist die Leere.
Sie zu bekämpfen, macht keinen Sinn,
sie greift mich immer wieder an.

Was bleibt, ist die Leere.
Doch - sie hat den einen Sinn,
sie allein hält unsere Zweisamkeit aufrecht,
sie, dein letztes Vermächtnis an mich,
sie, der einzige Ort, an dem ich dir immer wieder begegnen kann.

Was bleibt, ist die tröstliche Leere.

Elisabeth Hahn


Bewahret einander vor Herzeleid,
kurz ist die Zeit, die Ihr beisammen seid.
Mögen Jahre Euch vereinen,
werden wie Minuten sie Euch scheinen.


Befiel du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege des,
der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.


Die Tränen alle,
die ich weine,
du siehst sie nicht,
nicht meinen Schmerz.
Was ich an dir verloren habe,
das allein weiß nur mein Herz.



« Zurück | Gehe zu Teil 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | Weiter »