Der Herr nahm meine Hand:
"Geliebtes Kind, nie ließ ich dich allein,
schon gar nicht in Zeiten der Angst und Not.
Wo du nur ein Paar Spuren in dem Sand erkennst,
sei ganz gewiß: Ich habe dich getragen."
Denk dir ein Bild:"weites Meer".
Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel und gleitet
hinaus in die offene See. Du siehst, wie es kleiner wird. Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es. Da sagt jemand: "Nun ist es gegangen." Ein anderer sagt: "Es kommt." Der Tod ist ein Horizont, als die Grenze unseres Sehens. Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere, ihn hinter der Grenze wiederzusehen.
Über den Sternen da wird es einst Tagen,
da wird dein Hoffen, dein Sehnen gestillt,
was du gelitten und was du getragen,
dort ein allmächtiges Wesen vergilt.
Wenn wir das Ufer des diesseitigen
Lebens verlassen, liegt ein neues Gewand
am jenseitigen Ufer bereit.
(Emanuel Geibel)
Daheim, daheim, endlich daheim.
Und leg der Hauch des Tages am Abend sich zu Ruh', send ich als Stern vom Himmel, euch meine Grüße zu.
Einmal öffnet sich die Tür,
und ich steh nicht mehr im Dunkeln,
steh im Saal, da ohne Zahl
Sterne tausendstrahlig funkeln.
Klage nicht, mein Herz, vertrau,
einmal wird sich alles wenden.
Einer hält wie alle Welt,
so auch mich in seinen Händen.
(Gerhard Fritzsche)
Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
so weint mir keine Träne nach.
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
dort leuchtet mir ein ew'ger Tag!
Geduldig trug sie alle Last.
Er fand die Erlösung und uns bleibt die Erinnerung.
Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben. (1. Mose 24, 56)
So scheide ich Erde, ich war nur dein Gast, entflieh' der Beschwerde, leg ab meine Last. Wohl sind deine Berge und Täler gar schön, doch nicht zu vergleichen den himmlischen Höhn.
Sehet mich an: Ich habe eine kleine Zeit Mühe gehabt und habe großen Trost gefunden.
(Jesus Sirach 51,35)
Trennung kann man den Tod wohl nennen, denn wer weiß wohin wir gehen. Tod ist nur ein kurzes Trennen auf ein ew'ges Wiedersehen.
(Josef von Eichendorff)
Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges.
(Franz von Assisi)
Ans Fenster klopft ein Bot mit frohen Mienen, du trittst erstaunt heraus und kehrst nicht wieder, denn endlich kommt der Lenz, der nimmer endet!
(Josef von Eichendorff)
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
(Psalm 119,105)
Ich bin gewiß, zu schauen die Güte des Herrn im Lande der Lebenden.
(Psalm 27,13)
Das Schlechte geht .... aber das Gute bleibt im unseren Herzen.
Wenn einer eine Blume liebt, die es nur ein einziges Mal gibt auf allen Millionen Sternen, dann genügt es ihm völlig, dass er zu ihnen hinaufschaut, um glücklich zu sein. (Antoine de Saint-Exupery)
Ihr habt nun Traurigkeit, aber ich will euch wiedersehen und euer Herz soll sich freuen.
Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, ist eine Gnade.
Wie schön muss es erst im Himmel sein, wenn er von außen schon so schön aussieht! (Astrid Lindgren)